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Zusammenhänge zwischen der Antibabypille und Allergieerkrankungen im Säuglingsalter

Wenn eine Mutter vor der Schwangerschaft mit der Antibabypille verhütete, kann dies das Risiko einer Erkrankung des Säuglings an Allergien erhöhen.

Das Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es die Beschreibung der Zusammenhänge des oralen Kontrazeptivum der Mutter und der allergischen Erkrankungen im Säuglingsalter ihres Kindes. In erster Linie wurde der Zusammenhang zu Asthma bronchiale, Allergische Rhinitis und atopischer Dermatitis analysiert.

Es wurden insgesamt 1182 Kinder im Alter von 5 bis 6 Jahren untersucht. Von ihnen waren 564 gesund und 618 litten unter Asthma. Laut den Ergebnissen dieser Untersuchung erhöhte die Einnahme von Desogestrel, Gestoden oder Cyproteronacetat mit Ethinylöstradiol das Risiko der Säuglinge an Allergischer Rhinitis zu erkranken - und zwar unabhängig von der Entwicklung des Hormonspiegels des mütterlichen Serums.

Vor allem bei männlichen Säuglingen erhöhte sich das Risiko, wenn ein Elternteil an einer Allergie erkrankt war. Die Einnahme des oralen Kontrazeptivums beeinflusste die Veranlagung auf Asthma oder Atopischer Dermatitis nicht.

Schlussfolgerungen

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Einnahme der Mutter von Desogestrel, Gestoden oder Cyproteronacetat mit Ethinylöstradiol vor der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit einer Herausbildung von Allergischer Rhinitis erhöht. Dies gilt vor allem bei einer elterlichen Atopie und bei männlichen Babys.

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