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Genmanipulierte Speisekarte

Laut deutschen Wissenschaftlern sind genmanipulierte Obst und Gemüse für Allergiker besser als die natürlichen geeignet. Das deutsche "Wissenschaft.de" Portal berichtete, dass Forscher aus Deutschland und Österreich eine Untersuchung mit Tomaten und Äpfel vorgenommen haben und mit ihren Ergebnissen die o. g. Behauptungen bewiesen. Trotz allem essen die Verbraucher nur ungern genmanipuliertes Obst oder Gemüse.

In Deutschland leidet jeder fünfte Mensch an irgendeiner Art von Allergie. Gegen Heuschnupfen gibt es schon mehrere Medikamente, aber gegen Lebensmittelallergie kann man noch nicht viel unternehmen. Uns bleibt nichts anderes übrig als die allergieverursachenden Lebensmitteln aus der Einkaufsliste zu streichen. Das könnte sich aber bald ändern, weil eine Untersuchung mit der Leitung von Yvonne Lorenz einer Tomatensorte durchgeführt wurde, d.h. mit Tomaten, die auch für Allergiker geeignet sind. "Durch die angewendete Technik kann man die Speisekarte der Allergiker erweitern und deren Lebensqualität damit deutlich verbessern" - behauptet die Deutsche Gesellschaft für Ernährungswissenschaft. Die Wissenschaftlerin erhielt dafür eine Auszeichnung.

Dieses Verfahren ist eine spezielle Art der sog. "grüne Gentechnik". Bei dieser Methode wird eine Kette aus Genen, die für die allergieverursachenden Stoffe in den Zellen verantwortlich sind, herausgenommen. So werden bestimmte Gene "ausgeschaltet", damit in den pflanzlichen Zellen kein Allergen gebildet werden kann. Laut Karin Hoffmann, Forscherin der Universität Wien, ist es die entscheidende Frage, ob diese Pflanzen lebensfähig sind oder nicht. Sie hat im Rahmen eines EU-Projektes allergenarme Äpfel gezüchtet. Die Blätter der jungen Bäume hatten 90% weniger Allergene gehabt als die anderen Sorten.

Gene

Aber laut Umfrage innerhalb der EU nehmen nur sehr wenig Menschen genmanipulierte Lebensmittel zu sich. In Österreich wollte niemand von dem manipulierten Apfel essen, in Holland waren nur 5 % der Befragten bereit gewesen sie zu probieren - berichtet das Wissenschaft Portal.

Quelle: (MTI-Panoráma)

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