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Natürliche Textilien sind nicht unbedingt allergenfrei

Es stellt sich oft die Frage aus welchem Material Bettwäsche, Tagesdecken oder Kleider hergestellt sind, mit denen wir den ganzen Tag direktem Hautkontakt haben. Die Antwort ist nicht so einfach. Logischerweise würde man sagen, dass alles, was aus natürlichen Rohstoffen hergestellt wird, auch gleich gesund ist.

Aromatische Stoffe, wie zum Beispiel der Zimt-Aldehyd oder Textilfarben (Brillantrot), beziehungsweise alle, die für den Lichtschutzfaktor verantwortlichen Stoffe, können Lichtempfindlichkeit oder Hautallergie verursachen. Fast alle Naturfasern oder Chemiefasern, die in der Textilindustrie verwendet werden, kommen mit verschiedenen Chemikalien in Kontakt. Dies bedeutet, dass die natürlichen Stoffe nicht automatisch allergenfrei sind.

Vor allem Baumwolle, Seide und Leinengewebe aus einigen Entwicklungsländern können Pestizide, Pflanzenschutzmittel oder Konservierungsstoffe enthalten, die den Schimmel auf Textilien verhindern sollen. Leider werden die noch für so gesund gehaltene Baumwollprodukte auch mit Bleichmitteln und verschiedenen Chemikalien behandelt. So dient z.B. der sehr stark allergisierende Formaldehyd dazu die Stoffe knitterfrei und reißfest zu machen. Untersuchungen zeigten, dass Textilien aus 100 % Baumwolle in Wirklichkeit sogar 10 % Chemikalien enthalten. In den ostasiatischen Produktionsländern gibt es keine Produktionsvorschriften wie in der EU. Die Baumwolleprodukte werden gegen Schädlinge mit Pestiziden behandelt.

Die Baumwollpflanze wird bis zu vierzehn Mal gespritzt!

Der konventionelle Anbau von Baumwolle erfordert sehr viele Pflanzenschutzmittel. Die Baumwollpflanze wird bis zu vierzehn Mal gespritzt. Patienten, die an Federallergie leiden, wird häufig empfohlen, statt einer Daunendecke ihr Kopfkissen- und Bettware mit Baumwollstoffen zu füllen.

Vor allem bereiten die Färbemittel große Probleme. In Deutschland wurden bereits mehrere Produkte aus der Gruppe der Azofarbstoff verboten. Vor allem die dunklen Farbstoffe der billigeren Kleiderstücke enthalten Dioxinreste, welche nicht nur Hautallergien hervorrufen sondern auch krebserregend sind. Textilprodukte aus natürlichen Stoffe und Kunstfasern sind aufwendig zu färben, daher werden bei diesen Produkten mehr Chemikalien benötigt. Seidenprodukte sind zum Beispiel schwer zu färben, weil sich der Farbstoff schnell wieder aus dem Gewebe löst. Für modische schwarze Jeans werden auch mit Farben mit Kupfersalze und anderen Schwermetallsalze verwendet.

Auf was müssen Sie beim Kauf eines neuen Kleidungsstückes achten?

Das Einhalten folgender Ratschläge ist nicht nur bei einer Textilallergie wichtig, sondern es ist Teil der gesunden Behandlung von Kleidung

Die Zivilisation veränderte nicht nur unsere Umwelt (Wasser, Luft, Erdboden) oder unsere Nahrungsmittel, sondern leider auch unsere Bekleidung. Man würde gar nicht denken, welche neue Herausforderung auf unser Immunsystem durch immer neuere Chemikalienanwendungen gegenübersteht. Aber der gebotenen Vorsicht kann man das Problem besser in Griff bekommen.

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