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Viele Leute erkranken wegen psychischer Probleme an Allergien

Im Hintergrund der allergischen Erkrankungen stehen häufig psychische Probleme. Auch das Unbewusste kann bestimmte allergische Symptome nachahmen.

Am Tag der Allergie am Institut für Hautkrankheiten der Universität Szeged in Ungarn wurde erwähnt, dass sich im Hintergrund allergischer Erkrankungen häufig psychische Probleme verbergen. Der Psychiater István Szendi erklärte, dass die Allergie die Funktion oder Überfunktion aller Organe betreffen kann. Bei den häufigsten Allergien, sowie Heuschnupfen, Asthma, Nesselsucht und Hauterkrankungen muss man auch die psychischen Hintergründe berücksichtigen. Daneben gibt es auch Metall- und Nahrungsmittelallergien, bei welchen auch dies der Auslöser sein kann. In 70 % der Nesselsucht kann kein Allergen nachgewiesen werden. Das bedeutet, dass die Krankheit auf einen psychischen Grund zurückzuführen ist.

Die psychischen Faktoren bauen häufig auf bereits vorhandenen allergischen Mechanismen auf. Deswegen können neben jeder Allergie beziehungsweise in deren Hintergrund auch psychische Probleme stehen. Das Unterbewusstsein kann sogar manche allergischen Symptome nachahmen. Deswegen empfiehlt es sich bei einem negativen Allergietest in jedem Fall einen Psychologen oder Psychiater aufzusuchen. Wenn es keine körperlichen Antwortreaktionen gibt, ist es fast sicher, dass die Krankheit eine psychische Ursache hat.

Es gibt auch einen Übergang zwischen diesen beiden. Die Laborwerte bestätigen die Krankheit häufig, aber diese können auch einen psychischen Hintergrund haben. Infolge einer Depression verändert sich das Immunsystem und dadurch auch die Reaktion des Körpers auf verschiedene Reizungen.

Es ist also sehr schwierig diesen Hintergrund von den wirklichen allergischen Wirkungen zu trennen, da sie häufig zusammen wirken. Deswegen ist es auch schwer die Zahl der Allergiker zu schätzen, die wegen psychischer Probleme erkrankten.

Unter den Therapien ist vielleicht die Hypnose am wirksamsten - fügte der Psychiater dazu. Im Heilungsprozess muss man den Patienten unterschützen. Der Psychiater muss ihm helfen die Traumata, die er erlebt hat, aufzuarbeiten. Der Patient muss lernen, in Stress- und Konfliktsituationen zu handeln, und zum Schluss muss er sich allmählich an den Reiz gewöhnen, welcher sein Problem auslöste.

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