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Säuglinge als Passivraucher und die daraus entstehenden Allergien

Bei Kleinkindern, welche in frühem Babyalter dem Zigarettenrauch ausgesetzt wurden, treten bestimmte Allergietypen mit höherer Wahrscheinlichkeit auf - behauptet eine neue Studie.

Experten waren sich auch bereits früher darüber einig, dass der Aufenthalt von Kleinkindern in einem von den Eltern vollgerauchten Raum das Risiko der Herausbildung des Asthmas begünstigt. Es gab jedoch bislang keine eindeutigen Belege für die Herausbildung verschiedener Allergietypen.

Schwedische Forscher fanden jetzt heraus, dass bei vier Jahre alten Kindern, welche im Säuglingsalter dem Zigarettenrauch ihrer Eltern ausgesetzt waren, sich in verhältnismäßig größerer Anzahl Allergien gegen Hausstaubmilben und Katzenhaare entwickelten. Außerdem ist bei diesen Kindern das Risiko einer Erkrankung an Nahrungsmittelallergien größer.

Unter der Leitung von Eva Lannero untersuchte das Karolinske Institut in Stockholm viertausend Familien, deren Kinder zwischen 1994 und 1996 auf die Welt kamen. Die Rauchgewohnheiten der Eltern wurden für den Zeitraum erforscht in dem die Kinder im Alter von zwei Monaten, einem Jahr und von zwei Jahren waren. Als die Kinder vier Jahre alt geworden sind, wurden sie einem Antikörpertest im Blut unterzogen. Der Test bezog sich auf häufige Allergene wie Katzenhaare, Hausstaub, Schimmelpilze, Milch, Eier und Weizen.

Die Forscher fanden heraus, dass im Blut von Kindern, welche bereits im jungen Alter von zwei Monaten dem Zigarettenrauch ausgesetzt waren, sich mit 28 %-tiger Wahrscheinlichkeit mehr Antikörper fanden als gegen Allergene, welche in Nahrungsmitteln oder Wohnungen erhalten waren.

Vor allem erhöhte sich das Risiko bei diesen Kindern einer Katzenhaar- oder Nahrungsmittelallergie. Es zeigte sich bei ihnen eine 50 %-ige Erhöhung des Risikos an diesen zwei Allergietypen zu erkranken.

Das Passivrauchen im sehr frühen Alter löst wahrscheinlich eine Entzündung der Atemwege bei den Säuglingen aus und greift die schützende Schleimhaut an. Dadurch bildet sich eine Überempfindlichkeit den Allergenen gegenüber - behaupten die schwedischen Forscher. Die Studie wurde in der medizinischen Fachzeitschrift Thorax veröffentlicht.

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