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Viele Patienten leiden unter einer Medikamentenallergie

Zwei Wissenschaftler aus Alabama behaupten, dass bei 30 Prozent der Patienten, welche sich einer medikamentösen Behandlung unterziehen, allergische Reaktionen bei Medikamenten auftreten. Die Art der Medikamente ist hierbei nicht ausschlaggebend. Die Forscher bieten auch eine Lösung, wie die schädlichen Auswirkungen gemessen und behandelt werden können.

Sie stellten fest, dass der Anteil der Personen mit den allergischen Reaktionen ein bis drei Prozent beträgt. Die Forschungsergebnisse wurden im Journal of the American Medical Association veröffentlicht. Gleichzeitig zeigten die Experimente, dass 0,2-29,3 Prozent der Patienten irgendwann eine Krankenhausbehandlung wegen der schädlichen Wirkungen der medikamentösen Behandlung benötigen. Außerdem kommen bei 15 bis 30 Prozent der Krankenhauspatienten adverse Medikamentenreaktionen vor. Dies geht aus der Fachliteratur vor, deren Gegenstand die Erforschung der Medikamentenallergie ist.

Allergische Reaktion oder Hyposensibilisierung bezeichnet den Prozess, in welchem sich das Immunsystem den Medikamenten gegenüber aktiviert und dies hat schädliche Folgen hinter sich - stellten die beiden Internistenprofessoren der University of South Alabama Dr. Richard D. deShazo und Dr. Stephen F. Kemp fest. Die Patienten können gegen beliebige Medikamenten allergisch sein. Eine Medikamentenallergie entwickelt sich in der Regel nach einem längeren oder wiederholten Medikamentenkonsum. Patienten, die gegen ein bestimmtes Präparat allergisch sind, reagieren mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf ähnliche Medikamente mit der gleichen Reaktion - fügten die zwei Wissenschaftler hinzu. Die stärkste allergische Reaktion, die Anaphylaxis kann sogar tödlich verlaufen. Der anaphylaktische Schock tritt meistens innerhalb von einer halber Stunde nach der Medikamenteneinnahme mit verschiedenen Symptomen auf.

Dieser Artikel ist zwar eine interessante Zusammenfassung der Fachliteratur, er enthält aber in Wirklichkeit keine Neuigkeiten - behauptete Dr. David M. Gaba, Professor für Anästhesie an der Stanford University in Palo Alto. Es wäre sehr wichtig, dass die Patienten den Ärzten mitteilen würden welche Medikamente sie einnehmen, sowie über alle Nebenwirkungen, welche Medikamente bei ihnen auslösen. Nicht jede Reaktion ist nämlich eine allergische Reaktion. Deswegen muss der Arzt darüber möglichst viel erfahren, damit er entscheiden kann ob er ein anderes, ähnliches Medikament dem Patienten verschreiben kann.

Wer über seine Medikamentenallergie bereits Bescheid weiß, sollte diese Information auf einem kleinen Kärtchen vermerken - ähnlich wie über die Blutgruppe - und ständig neben seinem Ausweis mit sich tragen, damit ihm schnell geholfen werden kann, wenn er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen muss, aber nicht mehr in der Lage ist, sich auszudrücken - empfahl Dr. Gaba.

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