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Wer ist allergisch gegen wen? Wir gegen die Katzen oder auch umgekehrt?

Tiere können Allergien verursachen. Tiere können uns aber auch vor der Krankheit schützen, behaupten Forscher. Es kann allerdings auch vorkommen, dass Tiere eine Allergie gegen die Menschen bekommen.

Heutzutage kommen immer mehr Kinder mit Asthma oder mit einer Veranlagung auf Allergien auf die Welt. Allergien können durch Pollen, verschiedene Nahrungsmittel aber auch durch das Fell unserer Haustiere verursacht werden. Außerdem können Hautschuppen der Tiere oder ihr Speichel, mit welchem Katzen ihr Fell pflegen Reize, beziehungsweise Überempfindlichkeiten auslösen. Die Allergene landen in Form eines sehr feinen, fast nicht bemerkbaren Staubes in der Luft. Werden sie von den Menschen eingeatmet oder landen sie auf der menschlichen Haut, lösen sie folgende allergische Reaktionen aus: ein plötzlich auftretender Schnupfen, laufende Nase, tränende Augen und / oder eine juckende Haut.

Leider ist in diesem Fall häufig das Entfernen des Tieres die einzige Therapie. Es kann auch vorkommen, dass das Kind später, im Erwachsenenalter, die Allergie ablegt. Die Symptome können sogar in jedem Alter verschwinden.

Die Schäden einer zu sterilen Umgebung

Warum haben die Menschen diese große Überempfindlichkeit entwickelt? Kann es sein, dass die zu sterile Umgebung daran schuld ist? Wir beschützen unsere Kinder vor allen möglichen Sachen, häufig dürfen sie nicht einmal in die Nähe von Tieren kommen, bis sie ein bestimmtes Alter erreicht haben.

Bei Kindern, welche mit einem Hund oder einer Katze aufwachsen, sinkt das Risiko wesentlich später an einer Allergie zu erkranken - behauptet Dr. Dennis R. Ownby, Leiter der Abteilung Allergie und Immunologie des Medical College of Georgia.

Der Wissenschaftler untersuchte mit seinen Kollegen über mehrere Jahre Kinder, welche mit bzw. ohne Tiere aufwuchsen. Untersuchungsgegenstand war auch ihre Veranlagung auf Allergie. Die Forschungsergebnisse waren erstaunlich verblüffend. Bei Kindern, welche ohne ein Haustier lebten, erkrankten 15,5 % an einer Katzenhaarallergie. Dagegen erkrankte nur 11,6 % der Kinder, welche im Haushalt einen Hund oder eine Katze hatten, bzw. nur 7,7 % der Kinder, welche mit beiden Tieren aufwuchsen.

Diese Aussage scheint ihre Gültigkeit zu verlieren, nach welchen man nur dann ein gesundes Kind großziehen kann, wenn es Tiere höchstens auf Bildern sehen kann. Was passiert dann, wenn ein Kind mit seinem Hund oder seiner Katze spielt? Das Tier schleckt das Kind ab, und gibt dadurch Bakterien an ihn weiter, welche eine Reaktionsänderung des Immunsystems des Kindes nach sich zieht, welche wiederum als Schutz gegen Allergien wirkt - erklärt Dr. Dennis R. Ownby. Deswegen sollten die Eltern ernsthaft nachdenken, wenn ihr Kind sich ein Haustier wünscht, bevor sie ihm den Wunsch ablehnen.

Staubflocken

Nicht nur Menschen können gegen ihre Haustiere allergisch sein. Auch die Tiere können eine Allergie gegen die Menschen, beziehungsweise gegen die Umwelt, welche von den Menschen geschaffen wurde und für die Tiere nicht geeignet ist, entwickeln. Wissenschaftler der Universität Edinburgh beobachteten, dass die so genannten Mycoplasma Bakterien eine Rolle an der Asthmaerkrankung der Katzen spielen kann. So kann zum Beispiel in einem selten gesäuberten Haushalt der fest sitzende Staub, der Zigarettenrauch, die Schuppen der menschlichen Kopfhaut und die Pollen zu Allergen werden. Bei den Katzen verläuft die Therapie ähnlich wie bei den Kindern: das Allergen sind aus ihrer Nähe zu entfernen. Oder aber die Menschen müssen die Wohnung besser säubern und so geht es allen bald viel besser.

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