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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Allergie und Krebs?

Manche Allergieerkrankungen können das Risiko der Herausbildung einiger Krebserkrankungen erhöhen.

In einem vor kurzem veröffentlichten Forschungsergebnis wurde festgestellt, dass diejenigen Patienten, die unter Heuschnupfen leiden, auch ein erhöhtes Risiko haben an Leukämie zu erkranken. Desweiteren bildete sich bei Menschen, die in ihrer Kindheit an Ekzemen litten, der Non-Hodgkin-Lymphom Tumor in dem Lymphensystem aus.

Die Untersuchungen wurden von den Forschern des schwedischen Karolinska Institut durchgeführt und in der Fachzeitschrift BMC Public Health veröffentlicht.

Die Forscher begleiteten 31 Jahre lang 16 539 Zwillingspaare. Die Versuchsteilnehmer fanden sie in der Kartei des schwedischen Zwillingsregisters. Diese Daten enthielten Informationen unter anderem auch über Allergien.

Die besondere Stärke dieser Untersuchung liegt daran, dass die Teilnehmer über ihre vorhandene Allergieerkrankung bereits vor dem Auftreten der Tumorerkrankung befragt wurden. Daher beeinflusste die neue Krankheit die Erinnerung nicht.

Laut der Idee der Forscher steht eine chronische Stimulation des Immunsystems hinter diesem Phänomen. Eine andauernde hohe Intensität der Aktivitäten kann zu einer stark vermehrten Bildung der weißen Blutkörperchen führen. Welche wiederum das Vorkommen der Mutation von krebsartigen Tumoren erhöhen kann.

Andere Forscher und andere Forschungsergebnisse zeigen jedoch das Gegenteil, nämlich dass Allergien einen Schutz gegen Tumorerkrankungen bieten können. Sie vermuten, dass das Immunsystem eines Allergiepatienten die bösartigen Zellen schneller und wirkungsvoller erkennen und vernichten kann als dies bei Nicht-Allergikern der Fall ist.

Daher sind weitere Untersuchungen nötig um die zwei Ansichten zu bewerten und um die eigentliche Situation richtig einschätzen zu können.

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