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Schweregrade der anaphylaktischen Reaktion / Anaphylaktischer Schock

Es werden 4 Schweregrade einer allergischen / anaphylaktischen Reaktion definiert:

Anaphylaktische Reaktion

Die Abfolge folgender Beschwerden, die sich in rasanter Geschwindigkeit verstärken und verbreiten können, ist typisch für eine anaphylaktische Reaktion:

Bei diesen Anzeichen muss sofort der Notarzt gerufen werden:
19222 oder 112!

Der Anaphylaktische Schock stellt die Extremvariante einer allergischen Reaktion dar. Es handelt sich um eine Form des Kreislaufversagens, die auf einer überschüssigen Reaktion des Körpers auf ein Allergen basiert, auf das die Person sensibilisert wurde, d.h. allergisch ist. Am häufigsten tritt diese Schockform nach Insektenstichen auf, aber auch nach Genuß von allergieauslösenden Nahrungsmitteln, nach Medikamentengabe, o.a. Voraussetzung für die anaphylaktische Reaktion ist natürlich immer die vorangegangene Sensibilisierung des Organismus, d.h. der Körper muß früher bereits einmal mit der Substanz in Kontakt gekommen sein und das Immunsystem muß mit Antikörperbildung und Allergiebereitschaft reagiert haben. Die Häufigkeit der Kontakte mit der allergenen Substanz korreliert jedoch nicht mit der Schwere der Reaktion! Beim anaphylaktischen Schock kommt es aufgrund der überschießenden Abwehrreaktion des Körpers mit massiver Ausschüttung von Histamin und anderen Mediatoren zur Erweiterung der Blutgefäße in der Peripherie und somit zu einem "Versacken" des Blutes z.B. in den Armen und Beinen, das nun im Körperzentrum den lebenswichtigen Organen wie Herz, Lunge und Hirn fehlt. Durch den Blutdruckabfall im Schock kommt es zur Ausschüttung von Adrenalin, welches die Herzfrequenz steigert und die kleinen Blutgefäße engerstellt, so daß es nun zur vorübergehenden sog. "Kreislaufzentralisation" kommt, d.h. der Körperkern wird nun verstärkt mit Blut versorgt, um die Durchblutung von Herz und Hirn zu gewährleisten. Durch die verschiedenen Mediatoren und das Histamin tritt jedoch Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das Gewebe aus, es kommt zum Flüssigkeitsmangel, die Organversorgung bricht zusammen, es kommt zum Herz- Kreislaufstillstand. Der anaphylaktisch Schock stellt eine akut lebensbedrohliche Situation dar und muß sofort ärztlich behandelt werden!

Therapie beim anaphylaktischen Schock:

Gefährdete Personen, wie zum Beispiel Wespenstichallergiker, müssen daher in der Wespenzeit ständig eine kleine Notfallapotheke mit sich führen. Dazu gehört der sogenannte "Fastject-Injector", um sich selbst Adrenalin zu spritzen.

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