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Allergie und Stress

Die Allergie gehört leider nicht zu den Krankheiten, die man relativ leicht mit Medikamenten heilen kann. Hierbei wirken in der Regel mehrere Auslöser zusammen. Von denen wird wahrscheinlich der psychischen Ursache zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Die allergischen Erkrankungen gehören teilweise auch zu den psychosomatischen Krankheiten. Neben den auffindbaren organischen Ursachen, der Überreaktion des Immunsystems und den nachweisbaren biologischen und biochemischen Veränderungen sind in der Regel auch die psychischen Probleme und das Verlieren des seelischen Gleichgewichtes bestimmend.

Bei der traditionellen medizinischen Therapie liegt der Schwerpunkt bei der Behandlung der Symptome. Tatsächlich kann die Unterdrückung der Allergie oder wenigstens die Linderung der Symptome dem Patienten eine große Erleichterung verschaffen. Es ist aber sehr selten der Fall, dass nur von der Behandlung der Symptome die Allergie verschwindet.

Die Allergologen sind sich fast alle einig, dass die allergischen Erkrankungen zu den multifaktoriellen Erkrankungen gehören. Das heißt, die Krankheit hat mehrere Ursachen. Die Veranlagung (die atopische Empfindlichkeit) kann auch vererbt werden. Die Annäherung der Naturheilkundler an die Allergie ist auch hilfreich. Sie halten die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten grundsätzlich für notwendig (zum Beispiel weniger Salz, Milch, Milchprodukte und Gewürze), welche die Symptome sehr positiv beeinflussen können.

Der Ansicht, dass die Allergie nur organische Ursachen hat, widersprechen ein paar während der Untersuchung aufgedeckte praktische Beobachtungen. Dazu gehören:

Hier stehen einige Beispiele dafür, aus welchem Aspekt die Psychiater diese Krankheit betrachten:

Manche behaupten, die Ursache aller Krankheiten ist die Disharmonie, und die Aufgabe des Arztes ist, diese Harmonie wieder herzustellen. Das ist die charakteristische Philosophie der östlichen Heilkunst. Oft äußert sich die Disharmonie der Psyche, also häufig nicht bewusste Probleme in den körperlichen Symptomen.

Solche Symptome sind Warnsignale, Notrufe, dass man irgendetwas ändern soll an sich selbst, an der Beziehung zur Außenwelt. Andere Ansichtsweisen halten die Allergie für ein Äquivalents der Angststörungen. Interessanterweise vermehren sich die Symptome der Allergie und der Ausmaß der Angststörungen gleich.

Der allergische Persönlichkeitstyp hat mehrere Charaktereigenschaften:

Auch andere Fachleute sehen wiederum die Ursache der Krankheit in der eigenartigen Mutter-Kind-Beziehung mit Bindungsproblemen. Einige Forscher vermuten, dass die allergischen Symptome eine Art Überschutzreaktionen sind, auch im übertragenen Sinne. Der Patient verdrängt bestimmte Inhalte seines Bewusstseins, er schützt sich vor Problemen, indem er diese in sein Unbewusstsein verbannt, weil er sich denen nicht stellen will. Der Schutz wendet sich eigentlich nicht dem Allergen gegenüber, auf das wird er lediglich übertragen.

Es gibt viele Methoden für die psychotherapeutische Behandlung. Eine davon ist zum Beispiel die Entwicklung neuer Anpassungsmethoden, eine flexiblere Bezogenheit zur Umwelt und eine wirksame Konfliktlösungsstrategie. Dazu gehört auch die Änderung der Attitüde. Das heißt, der Patient lernt es, diejenigen Dinge aus einer anderen Sicht zu betrachten, von welchen er bislang krank geworden ist. Er lernt diese Situation besser Hand zu haben. Dadurch hat er auch eine neue Beziehung zu sich und zu seiner Umwelt. Andere Techniken tragen dazu bei, die Persönlichkeit längerfristig und besser umzuordnen. Diese visuellen und Entspannungsübungen können die Symptome lindern. Sie helfen dabei, Körper und Seele in Gleichklang zu bringen.

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