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Vorsicht ist geboten bei den alternativen Methoden in der Behandlung gegen Asthma und Allergie

Heutzutage suchen immer mehr Patienten Hilfe gegen ihr Asthma und Allergie bei alternativen und komplementären Behandlungsformen. Man kann behaupten, dass die Pflanze Echinacea (Sonnenhut) bei fast so vielen Patienten bekannt ist wie Aspirin.

Nach verschiedenen Schätzungen leiden etwa 40 bis 50 Millionen Amerikaner unter einer Allergie und etwa 20 Millionen an Asthma. Einige Nahrungsmittelergänzungen und andere alternative Therapien wie zum Beispiel Hypnose oder Akupunktur können die Leiden in bestimmten Fällen lindern. Fachleute warnen jedoch vor der unkontrollierten Einnahme von Medikamenten und inhalierbaren Stoffen sowie vor anderen alternativen Heilmethoden. Asthmakranke und Allergiker sind nämlich in höchsten Maße überempfindlich gegen den Nebenwirkungen sowie der Interaktionen mit anderen Medikamenten.

Da sowohl das Asthma als auch die Allergien chronische Krankheiten ohne eine wirkliche Chance auf eine endgültige Heilung sind, ist es fast natürlich, dass die Patienten sich mit großem Interesse an die an "natürlich" geglaubten Therapien wenden, obwohl dies nicht bedeutet, dass diese Therapien keine Nebenwirkungen haben. Ein anderer Grund für das große Interesse an alternativen und komplementären Therapien kann der hohe Preis der Asthma- und Allergiemedikamente sein.

Die alternativen Nahrungsergänzungsmittel müssen vor ihrem Einführen auf dem Markt nicht vor der FDA (Food and Drug Administration, das heißt Lebensmittel- und Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten) geprüft werden. Deswegen weiß man über diese Mittel nur wenig. Unter den Inhaltsstoffen könnten möglicherweise einige Zutaten einen Asthmaanfall auslösen.

Der Forscher Dr. Leonard Bielory aus Newark recherchierte die vorhandene medizinische Literatur über die alternativen Heilmethoden der Asthma, Allergie und Immunkrankheiten, mit dem Schwerpunkt Nahrungsergänzungsmittel mit Echinacea, Knoblauch und Ginkgo. Er stellte fest, dass es viele Mittel gibt, deren Nebenwirkungen allergische Reaktionen, Hautausschläge oder Allergisches Kontaktekzem sind.

Die bei Allergien der oberen Luftwege und bei einer Erkältung eingenommene Echinacea kann zum Beispiel gefährlich für die Leber werden. Außerdem können nach der Einnahme allergische Reaktionen oder ein anaphylaktischer Schock auftreten. Zudem können sich die Asthma- und Allergiesymptome verschlechtern. Vor allem bei Pollenallergikern sowie Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Sonnenblumenkerne oder Melone kann Echinacea schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Für Asthmakranke wird häufig die Bronchien erweiternde Ginkgo biloba (auf Deutsch Silberpflaume) empfohlen. Dr. Bielory weist dagegen darauf hin, dass Gingko zusammen eingenommen mit dem Blutgerinnungshemmer Warfarin auch eine allergische Reaktion auslösen kann, bzw. es mindert die Wirkung des Medikaments. Außerdem raten Ärzte davon ab Ginkgo mit Aspirin bzw. mit anderen nicht-steroiden Entzündungshemmern einzunehmen.

Dagegen sind bei den Entspannungstherapien wie Biofeedback oder Hypnose keine unerwünschten Nebenwirkungen zu erwarten. Da Angststörung und Depressionen die Erkrankung an Asthma begünstigen, kann mit Entspannungstherapien erreicht werden, dass sich die Krankheit nicht weiter verschlimmert.

Laut Dr. Bielory wäre der nächste Schritt Experimente mit Heilpflanzen. Diese wird aber wahrscheinlich nie verwirklicht, weil die Produktion für die Hersteller nicht rentabel wäre. Es ist auf jeden Fall sehr wichtig, dass Asthma- und Allergiekranke die alternativen Therapien auch kennen lernen und sich darüber von ihrem behandelnden Arzt beraten lassen. Quelle: ABC News

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